Welttierschutztag: Menschen für Tierrechte fordern Aus von Tierversuchen für Haushaltsprodukte

Anlässlich des heutigen Welttierschutztages fordert der Bundesverband Menschen für Tierrechte ein konsequentes Verbot von Tierversuchen für

Foto: Menschen für Tierrechte
Foto: Menschen für Tierrechte
Haushaltsprodukte und fordert Politik und Bürger zum Handeln auf.

Mit seiner neuen europaweiten Kampagne „Nein! zu Tierversuchen für Haushaltsprodukte!“ will der Tierrechtsverband erreichen, dass diese Tierversuche schnell beendet werden. Ziel ist ein EU-weites Verbot von Tierversuchen für Haushaltsprodukte und ein konsequentes Vermarktungsverbot für Waren, für die Tiere leiden müssen.

„Nach der erfolgreichen Umsetzung des Verbots für Kosmetik-Tierversuche wollen wir das Gleiche auch für Haushaltsprodukte erreichen. Deutschland hat zwar schon 1987 Tierversuche für Waschmittel und etliche Haushaltsprodukte verboten. Dieses Verbot greift jedoch erst, wenn die EU ein konsequentes Vermarktungsverbot beschließt“, so Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, in einer Presseerklärung, die in vollem Wortlaut hier nachgelesen werden kann.

Die Tierrechtsorganisation bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung für sein wichtiges Anliegen.

Auf seiner Homepage steht eine Petition zur Unterzeichnung bereit.

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Kambodschas Exoten bedroht

Foto: Welttierschutzgesellschaft
Foto: Welttierschutzgesellschaft

Gemeinsam mit der Naturschutzorganisation ACCB (Angkor Centre for Conservation of Biodiversity) setzt sich die Welttierschutzgesellschaft e.V. für die Tiere Kambodschas ein. Hilfe ist dringend erforderlich: die rasante Abholzung der Regenwälder und die Bedrohung durch den illegalen Wildtierhandel kosten vielen exotischen Tieren dort das Leben.

Im Schutzzentrum der beiden Organisationen finden die bedrohten Tiere Zuflucht. Insgesamt 253 Tiere 35 verschiedener Arten konnten allein schon in diesem Jahr gerettet werden.

Nähere Informationen zum Tier- und Naturschutzengagement in Kambodscha finden sich auf der Homepage der Welttierschutzgesellschaft.

Tierschutzbund zum Welttierschutztag: Illegalen Welpenhandel stoppen!

Zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. Oktober rufen der Deutsche Tierschutzbund und seine angeschlossenen Mitgliedsvereine das Leitmotto „Stoppt den illegalen Welpenhandel!“ aus. Die Tierschützer machen dabei auf das immense Leiden der Hundewelpen und deren Muttertiere aufmerksam.

Plakat Welpenhandel„Allzu groß“, so der Tierschutzbund in einer Presseerklärung, „ist die Versuchung der Welpen-Mafia, schnelles Geld zu machen. Die Slowakei, Tschechien, Polen, Rumänien, aber auch Belgien und die Niederlande gehören zu den Ländern mit kommerziellen Hundezuchten. Die Welpen gelangen von dort in den Verkauf – unter anderem nach Deutschland, welches dabei oft auch Transitland ist.“

Den vollständigen Text können Interessierte hier nachlesen.

Außerdem finden sich unter „Kampagnen“ weitere Informationen zum Thema illegaler Welpenhandel.

Gegen Vollspaltenböden in der Schweinemast: Appell unterzeichnen!

Die Schweinefleisch-Industrie ist kurz davor, ihre tierquälerischen Vollspaltenböden EU-weit als »beste verfügbare Technik« anerkannt zu bekommen. Das würde die katastrophalen Zustände in der Schweinezucht und -mast zementieren.

In einem Newsletter der Albert Schweitzer Stiftung heißt es dazu:

Vollspaltenböden bedeuten, dass im gesamten Lebensbereich der Schweine Spalten im Boden eingelassen sind, durch die Kot und Urin in darunterliegende Auffangvorrichtungen abfließen. Die Tiere können daher in den meisten Ställen weder fressen noch ruhen, ohne permanent Schadgasen ausgesetzt zu sein, die u. a. zu Lungenentzündungen führen. Vollspaltenböden führen außerdem zu vermehrten Verletzungen und Gelenksentzündungen. Weil diese Böden durch Stroheinstreu verstopfen würden, ist es praktisch unmöglich, den Schweinen nennenswerte Mengen Stroh und damit zumindest ein bisschen Komfort und Beschäftigungsmöglichkeit zu geben.

Wenn Vollspaltenböden von der EU als beste verfügbare Technik anerkannt werden, wie es derzeit in einem Entwurf vorgesehen ist, dann trägt das zur Zementierung des katastrophalen Status quo in der Schweinezucht und -mast bei. Unsere Bundesministerien für Landwirtschaft und Umweltschutz müssen helfen, das zu verhindern, indem sie sich innerhalb der nächsten Wochen in den Verhandlungen gegen diesen Schritt einsetzen und bei der Abstimmung dagegen stimmen.

Tierschützer/innen können dem Appell der Albert Schweitzer Stiftung unter der Überschrift „Das Schlechteste nicht zum Besten erklären!“ Nachdruck verleihen, indem sie sich einer Briefaktion an Ministerin Hendricks und Minister Schmidt anschließen.

Hier kann man unterzeichnen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.

 

Tierschutzbüro: „Briefmarken“-Aufkleber gegen Tierquälerei

Mit kleinen Aufklebern im Briefmarkenformat möchte das Deutsche Tierschutzbüro e.V. auf das Leid von Tieren aufmerksam machen.

Briefmarkenaufkleber Tierschutzbüro„Ob Mastanlage, Tierversuchslabor, Zoo, Zirkus oder Pelzfarm – Tiere werden oft nicht artgerecht gehalten. Meist bekommt es die Bevölkerung nicht mit, weil die Industrie niemanden hinter die Fassaden schauen lässt – das wollen wir u.a. mit den Aufklebern ändern und Aufmerksamkeit wecken.“ – Mit diesen Worten wirbt der Verein auf seiner Homepage für die Aktion.

Die Aufkleber, die sich auf Bögen mit je 10 verschiedenen Motiven befinden, lassen sich z. B. auf Briefen und Paketen aufbringen, damit sie von vielen Menschen gesehen werden.

Zur Einführung gibt das Tierschutzbüro die Aufkleber kostenfrei ab, bittet aber um eine freiwillige Spende zur Erstattung der Porto- und Versandkosten.

Eine schöne Aktion, finde ich, die zeigt, dass man sich auch schon mit wenig Aufwand aktiv für Tierschutz und Tierrechte einsetzen kann.

Hier kann man die Aufkleber bestellen.

Pferdefleisch aus Rumänien – das zweite Pferdemassaker

Mit dem Beitritt Rumäniens zur EU im Jahr 2007 öffneten sich auch die Grenzen für den Fleischexport. Seitdem sind hunderttausende von Pferden aus Rumänien verschwunden – fast so viele wie in den 50erJahren des letzten Jahrhunderts, als die Kommunisten im Zuge der Mechanisierung der Landwirtschaft mehr als 500.000 Pferde umbrachten. Heute ist Rumänien eines der führenden Exportländer von Pferdefleisch.

Recherchen des Senders n-tv zufolge, so ist auf der Homepage der Welttierschutzgesellschaft zu lesen, stammt der Großteil der geschlachteten Tiere aus der Karpaten-Region. Häufig handelt es sich um ausgediente, kranke Tiere aus der Landwirtschaft, die von den Bauern für wenig Geld verkauft werden. Ein weiterer Teil der Pferde kommt direkt aus den Bergen, wo sie in freier Wildbahn leben, bis sie von skrupellosen Pferdefleischhändlern eingefangen werden.

Ähnlich fragwürdig, so heißt es in dem unbedingt lesenswerten Beitrag der Tierschutzorganisation weiter, wie die Herkunft der Pferde ist auch ihre Schlachtung sowie die spätere Deklaration des Fleisches. Besonders grausam sind die „organisierten“ illegalen Schlachtungen, die von dubiosen Mittelsmännern und Metzgern durchgeführt werden. Diese schlachten Pferde heimlich auf den Feldern und liefern direkt an die Fleischlieferanten. Vereinzelt wurden geheime Transporte aufgedeckt, bei denen bis zu 60 Tonnen Pferdefleisch als falsch deklariertes „Rinder-Hackfleisch“ weiterverkauft werden sollte – die Dunkelziffer ist vermutlich um ein Vielfaches größer.

Der vollständige Original-Beitrag kann hier nachgelesen werden.