Vier Pfoten: CDU boykottiert Bundesminister Schmidt beim Schutz von Pelztieren

Foto: Vier Pfoten/Fred Dott
Foto: Vier Pfoten/Fred Dott
Die Tierschutz-Stiftung „Vier Pfoten“ ist empört: Im letzten Jahr hatten sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und die Bundesregierung öffentlich zu einem Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland bekannt. Nun aber macht die CDU-Bundestagsfraktion eine überraschende Kehrtwende und stellt sich gegen die Linie ihres Bundesministers. Laut Aussagen der CDU-Fraktionsspitze gäbe es Bedenken hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit eines Pelztierhaltungsverbotes. Man befürchte, dass ein solches Verbot auch andere Bereiche der Nutztierhaltung in Frage stellen könnte. Stattdessen plädieren Teile der Fraktion für eine freiwillige Einigung mit den Nerzfarmbetreibern.

Doch damit gibt sich Vier Pfoten nicht zufrieden: „Interne Streitereien in der CDU/CSU auf Kosten des Tierschutzes auszutragen ist unverantwortlich! Dass nun die Union ihrem eigenen Minister und ihrem Koalitionspartner SPD in den Rücken fällt, ist für uns nicht nachvollziehbar. Wir rufen alle Parteien dazu auf, sich umgehend für ein Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland einzusetzen.“

Detaillierte Informationen zum Thema Pelz/Pelztiere/Pelzfarmen finden sich auf der Vier Pfoten Homepage.

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„Pelz ist peinlich“

Anti-Pelz-Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes

Auch wenn die Pelzmodeindustrie im Winter alljährlich ihre PR-Maschinerie anwirft, um die Zustände schönzureden: An den grausamen Methoden der Jagd und Haltung von Pelztieren hat sich nichts geändert. Pelzmode bleibt Qualmode.

Aber:

Jeder Einzelne kann etwas dazu beitragen, die Situation der Wildtiere, die ihres schönen Felles wegen leiden und sterben müssen, zu verbessern. Proteste und Verbraucherboykott haben vielerorts in Europa bereits zum Rückgang der Pelztierzucht oder gar zu deren Verbot geführt.

Eine der Möglichkeiten, Position zu beziehen, ist dieser Aufkleber:

Pelz ist peinlich

Weitere Hinweise darauf, was man sonst noch tun kann, um den Pelztieren zu helfen, finden sich auf der Homepage des Deutschen Tierschutzbundes. Dort hat man auch die Möglichkeit, für ein gesetzliches Verbot der Haltung von Pelztieren in Deutschland, eine Kennzeichnungspflicht von Echtfellen und ein weltweites Verbot der Fallenjagd zu votieren.

„Hitzewelle“ am Nordpol

Arktisches Meereis schmilzt im Rekord-Tempo. / WWF: Es ist kein guter Sommer für Eisbären.

Foto: Wikipedia

Der “Nationale Schnee und Eis Daten Report” (NSIDC-Report) zum Zustand des arktischen Meereises weist einen neuen Rekord-Tiefststand aus. Demnach war die Eisfläche so klein wie in keinem Juni seit Beginn der Satelliten-Aufzeichnungen 1979. Dem Report zufolge ging das Meereis im vergangenen Monat um durchschnittlich 88.000 Quadratkilometer pro Tag zurück. Der Durchschnittswert liegt im Juni normalerweise bei etwa 53.000 Quadratkilometer täglich. Die Umweltschutzorganisation WWF sorgt sich aufgrund dieser Entwicklung über die verbliebenen Eisbär-Vorkommen im Nordpolarmeer. “Es ist kein guter Sommer für die Eisbären im Nordpolarmeer. Ihr Lebensraum schmilzt ihnen offensichtlich immer schneller unter den Pfoten weg”, sagt Volker Homes, Leiter WWF Artenschutz.

Nach WWF-Einschätzung müssen einige Eisbären durch die veränderten klimatischen Bedingungen eine Fastenperiode von bis zu 160 Tagen überstehen. “Auf eine derart lange Hungerzeit sind die Tiere physiologisch nicht ausgerichtet”, so der Experte. In diesem Jahr hätten einige Bären durch die frühe Eisschmelze bereits 18 Tage länger fasten müssen. Jetzt hofft der WWF, dass das Meereis im kommenden Winter frühzeitig zurückkehrt. “Sollte es ähnlich spät zufrieren wie im letzten Jahr, könnten das viele Bären womöglich nicht überleben”, so Homes.

Tierschutz-Erfolg: Ehapa-Verlag verzichtet auf Echtpelz

Kaninchen (Foto: PETA)
Dem Kindermagazin „Micky Maus“, Ausgabe 7/2010, war als Extra eine Faschingsmaske mit Pelzbesatz beigelegt. Nachdem sich zahlreiche entsetzte Eltern bei der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. gemeldet haben, beauftragte PETA ein Labor mit der Analyse der Maske – offensichtlich wurde bei der Serienproduktion echter Kaninchenpelz verwendet. Nach intensiven Gesprächen mit PETA hat der Egmont Ehapa-Verlag nun eine Verzichtserklärung von Echtpelz auf alle vom Verlag vertriebenen Produkte ausgesprochen und den Vertrag mit seinem Lieferanten gekündigt. Die Tierrechtsorganisaton begrüßt diese tierfreundliche Entscheidung.

„Dass ausgerechnet einem Kindermagazin ein mit Echtpelz verbrämtes Gimmick beigelegt war, erschüttert uns zutiefst. Kinder mögen Tiere und betrachten sie als ihre Freunde. Niemals würden sie von selbst auf die Idee kommen, sich mit dem Fell ihrer gequälten und getöteten Freunde zu schmücken!“, so Kampagnenleiterin Tanja Wiemann von PETA Deutschland e. V. Die Tierrechtsorganisation informiert die Öffentlichkeit seit Jahren über die grausame Realität der Pelzproduktion.

„Augen auf beim Kauf“ – Pelzverkauf und Kennzeichnung in Österreich

Helfen Sie mit, kaufen Sie in Geschäften, die das Tierqualprodukt Pelz bereits aus ihrem Sortiment gestrichen haben!

Die österreichische Tierschutzorganisation Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat Hinweise zum Thema Pelz(ver)kauf zusammengestellt, die Adlerauge gern weiterverbreitet. Nachfolgend der Text im Wortlaut:

Da Tierpelz in den letzten Jahren einen großen Imageschaden einstecken musste, findet man nur mehr selten ganze Pelzmäntel vom Fuchs oder Nerz in den Schaufenstern. Dafür gibt es umso mehr Jacken mit bunten Krägen und Hauben mit Quasten aus dem Fell geschundener Tiere. Da es keine Deklarationspflicht gibt, werden die Pelze oft gefärbt und geschoren und sind dadurch nicht mehr von Webpelz zu unterscheiden. Die Pelzindustrie täuscht die Bevölkerung – niemand denkt bei einem plüschigen bunten Kragen an einen toten Fuchs!

Wie unterscheide ich Echtpelz und Kunstpelz?

    • Wenn die ungekürzten Haare spitz zusammenlaufen, handelt es sich um Tierhaare.
    • Ist der Pelz in Leder verankert, ist es Tierpelz, bei Gewebe es ist es Webpelz.
    • Prüfen Sie die Waschanleitung, auch nach Begriffen wie „fur, pelliccia oder pelo“.

Woher kommen die verwendeten Felle?

Die Pelzproduktion ist in Österreich seit 1998 verboten, dass heißt in Österreich dürfen keine Tiere wegen ihres Pelzes gezüchtet und getötet werden. Trotzdem wird noch immer Pelz verkauft und somit aus anderen Ländern importiert. Die Hauptexportländer sind Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland, aber auch China.
In so genannten Pelztierfarmen leben die betroffenen Wildtiere in strukturlosen Käfige, der Boden besteht nur aus Drahtgitter, sodass nicht ausgemistet werden muss. Die zahlreichen Käfigreihen erinnern an Legebatterien. Sobald der erste Winterpelz gewachsen ist, werden die Tiere getötet. Die gängigste Methode ist das Vergasen, aber auch der Genickbruch oder das Töten durch Stromschlag mit 240 Volt wird angewendet um den Pelz dabei nicht zu beschädigen.

Fakten & Zahlen

Weltweit werden jedes Jahr etwa 30 Millionen Nerze, 5 Millionen Füchse, sowie Chinchillas, Waschbären, Wiesel, Hermeline und andere Tiere in Pelzfarmen getötet. In Kanada, USA und Russland werden Millionen Tiere sogar noch mit Fallen gefangen.

Ihre Meinung zählt! Helfen Sie mit!

Direkt nach der Wintersaison, also momentan, wird in den Modehäuser die Kollektion für die nächste Saison bestellt. In den Filialen von Cobra, Sisley, Gore-Tex, Hämmerle, Johann Strauß, Jones und Kleider Bauer wurden in diesem Winter noch Produkte mit Tierpelz verkauft. Wir haben die Geschäftsleitung über das Tierleid, das damit verbunden ist, aufmerksam gemacht und hoffen, dass diese Unternehmen ein Herz für Tiere zeigen und aus dem Pelzhandel aussteigen.

Mit einem Ausstieg wären sie in guter Gesellschaft: In den letzten Jahren entschieden sich Modehäuser wie Adler, C&A, Peek & Cloppenburg oder Turek gegen Tierleid im Sortiment!
Nicht zuletzt aufgrund der Kund/innenWünsche!

Auch Sie als bewusste Konsumentin oder umsichtiger Konsument können einen wertvollen Beitrag leisten, dass immer mehr Textilketten pelzfrei werden!
Teilen Sie der Geschäftsleitung Ihre Meinung als Kund/in mit, protestieren Sie gegen deren Pelzverkauf!

Schreiben Sie Mails, um auf diese Tierqual aufmerksam zu machen, denn es wäre so einfach auf Echtpelz zu verzichten oder diesen durch Kunstpelz zu ersetzen!

Nachtrag von Adlerauge: Auf der Homepage des Vereins gegen Tierfabriken finden Sie Links mit den eMail-Adressen von Unternehmen, die noch Echtpelz verkaufen, und es gibt dort auch eine Liste pelzfreier Modehäuser.

Frankfurt pelzfrei: Demo am 13. März

Fur & Fashion Demo: Frankfurt pelzfrei
Demo gegen die Pelzindustrie
Samstag, 13. März, 13 Uhr
Treffpunkt: Frankfurt, Hauptwache
Infostände ab 11 Uhr

Die Tierrechts-Initiative Rhein-Main schreibt dazu:

Die Pelzmesse „Fur&Fashion Frankfurt“ musste nach jahrelang sinkenden Ausstellerzahlen letztes Jahr endlich einsehen, dass die Zeiten für große Pelzmessen in Frankfurt vorbei sind. Die Proteste in Frankfurt gehen jedoch weiter – denn so lange Frankfurt die Hochburg der Kürschnerbetriebe in Deutschland bleibt und so lange wie in Frankfurt noch Pelz in Geschäften angeboten wird, so lange werden wir auch dagegen protestieren.

Die Proteste gegen die ethiklose Pelzindustrie werden sich auf einige pelzverkaufende Geschäfte in der Frankfurter Innenstadt konzentrieren. Mit Musik, Redebeiträgen und Aktionen werden wir auf die blutverschmierte Pelzindustrie aufmerksam machen, die auch im 21. Jahrhundert noch die Kleidung der Steinzeitmenschen als einen Teil der Mode sieht.

Die Demo durch die Frankfurter Innenstadt wird bis ca. 17 Uhr dauern. Danach gibt es vegane Snacks bei den Infoständen an der Hauptwache und ab 18 Uhr startet die Anti-Pelz-Party mit live Musik und viel veganem Essen im Café KoZ (Studierendenhaus Uni Frankfurt – Campus Bockenheim).

Fur&Fashion-Demo / Frankfurt Pelzfrei

Großdemo gegen die Nerzfarm-Orsbach

Samstag, 20.02.2010

Treffpunkt: Willy-Brandt-Platz (Aachen-Innenstadt)
Demobeginn: 11.30 Uhr

Folgendes ist geplant:

Demo durch die Innenstadt
Demozug
Die Demonstration durch die Aachener Innenstadt wird dieses Jahr an mehreren pelzverkaufenden Geschäften vorbeiziehen. Da im Anschluss noch in Orsbach vor der Farm demonstriert werden soll, muss die Demo aus zeitlichen Gründen pünktlich um 11.30 Uhr starten.

Infostände
Am Startpunkt der Demo werden ab 10 Uhr die Infostände verschiedener Tierrechts- und Tierbefreiungsgruppen über die unterschiedlichen Aspekte der Tierausbeutung informieren. Der Protest gegen die Nerzfarm-Orsbach konzentriert sich gegen Pelz, was aber nur eins von vielen Tierausbeutungsthemen ist. Deshalb wird es an Infoständen auch um andere Aspekte gehen.

Vegane Snacks
Nach der Demo durch die Innenstadt wird es verschiedene vegane Snacks geben, bevor die Demo dann vor der Nerzfarm in Orsbach fortgesetzt wird.

Weitere Informationen gibt es hier.

Demo gegen die Nerzfarm-Orsbach