TASSO fordert Verbot für brutale Grindwal-Jagd

Blutige Tradition aus dem Mittelalter aktueller denn je: Grindadrap auf den Färöer Inseln

Einmal im Jahr – in den Sommermonaten – feiern die Bewohner der zu Dänemark gehörenden Färöer Inselgruppe „Grindadrap“. Was sich wie ein netter Volksbrauch anhört, ist in Wirklichkeit das brutale Abschlachten von mehreren hundert Grindwalen pro Jahr. Aus Tradition und purem Vergnügen. Die Tiere, die in den Sommermonaten in Familienverbänden in die Nähe der Inseln kommen, werden zunächst mit Motorbooten in die Buchten getrieben. Ohne einen Fluchtweg sind sie dem dann folgenden tödlichen Massaker hilflos ausgeliefert. Mit speziell für die Grindadrap-Jagd hergestellten, scharfkantigen Messern wird den Tieren die Kopfader aufgeschlitzt, nachdem sie mit einer in die Nasenöffnungen gerammten Stange orientierungslos gemacht werden. Sie verbluten langsam und bei vollem Bewusstsein. Die Bucht färbt sich dann blutrot.

War die Jagd früher die Nahrungsgrundlage der Einheimischen, hat sich heute daraus ein brutaler Sport ohne Sinn und Verstand auf dem Rücken wehrloser Tiere entwickelt.  Auf der Internetseite von TASSO e.V. kann jeder Tierfreund mit seiner Stimme seinen Protest kundtun. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Tierhalter sehr wohl in der Lage sind, etwas zu bewegen. So haben sich an der gemeinsamen Aktion mit dem Bund gegen Missbrauch der Tiere fast 20.000 Tierfreunde gegen das Töten rumänischer Straßenhunde ausgesprochen.  Dem gemeinsamen Aufruf mit dem Europäischen Tier- und Naturschutz  gegen die grausamen Hundelager in Italien sind 14.000 TASSO-Freunde gefolgt.

Hier können Sie Ihren Protest gegen die abscheuliche Grindwal-Jagd zum Ausdruck bringen.

Nicht auf Erholungskurs: Kabeljau in der Nordsee

WWF warnt: Verschwenderische Fischerei gefährdet Wiederaufbau des Bestandes

Foto: Wikipedia
Keine Entwarnung für den Kabeljau der Nordsee. Jüngste wissenschaftliche Daten zeigen zwar eine leichte Erholung des Bestandes, dennoch empfiehlt der Internationale Rat zur Erforschung der Meere (ICES), die Fangmengen im kommenden Jahr um 20 Prozent zu verringern, um den langfristigen Wiederaufbau nicht zu gefährden. Der WWF stellt dem Management der Kabeljau-Fischerei ein schlechtes Zeugnis aus: In den vergangenen Jahren sei es nicht gelungen, die systematische Verschwendung von Kabeljau durch Fischereipraktiken wirksam einzudämmen.

Immense Verschwendung von Fisch
Im Jahr 2009 wurden in der Nordsee fast 15.000 Tonnen Kabeljau zunächst gefangen und dann ungenutzt als Müll ins Meer zurückgeworfen. Der Grund für die Rückwürfe: Die Quoten der Fischer waren bereits ausgeschöpft oder die gefangenen Jungtiere zu klein, um sie zu vermarkten. „Diese immense Verschwendung von Fisch ist wirtschaftlicher und ökologischer Irrsinn – und er ist vermeidbar “, sagt Karoline Schacht, WWF Fischereiexpertin. „Selektive Fanggeräte müssen ab dem ersten Tag der Fangsaison Pflicht werden, damit der unnötige Raubbau auch am Nachwuchsjahrgang zurückgeschraubt wird.“ Bislang sind auf die eigentliche Zielart abgestimmte Fanggeräte erst vorgeschrieben, wenn bereits 90 Prozent der Kabeljauquoten eingefahren sind.

Düstere Zeiten auch für Heringsfischer
Auch den Heringsfischern in Nord- und Ostsee drohen düstere Zeiten. Eine Verringerung der Herings-Fangmenge um mehr als 30 Prozent für den Bestand der westlichen Ostsee scheint nach Berechnungen der Wissenschaftler erforderlich. Innerhalb von vier Jahren hat sich damit die erlaubte Fangmenge auf diesen zwischen Nord- und Ostsee hin und her wandernden Bestand halbiert.

Schonungsbedarf des Bestandes verfehlt
Entgegen den Empfehlungen der Wissenschaftler sind die Quoten in den letzten Jahren nur moderat gekürzt worden, damit wurde offensichtlich der Schonungsbedarf des Bestandes verfehlt“, sagt Karoline Schacht, Fischereiexpertin beim WWF. “Die Fischereipolitik muss ihren Kurs stärker an Forschungsergebnissen ausrichten.“

Letzte Rettung durch Handelsverbot

Artenschutz oder Wirtschaft – wer gewinnt?

Auch Thema: Schutz des Schneeleoparden (Foto: NABU/M. Forster)

Am 13. März wird das große Verhandeln beginnen: In Katar wird beschlossen, für welche bedrohte Arten Handelsverbote verhängt wird. Oft ist untersagter Handel die letzte Chance für das Überleben von gefährdeten Tieren und Pflanzen.
U. a. geht es um 8 Haiarten und den atlantischen Blauflossen-Thunfisch.

Auf der Homepage des NABU finden Sie ausführliche Informationen über unterschiedliche Aspekte des Artenschutzes.

NABU warnt vor Überfischung bedrohter Hai-Arten

Foto: NABU (Klaus Jost - http://www.jostimages.de)

Im Vorfeld zur 15. Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) vom 13. bis 25. März in Doha/Katar fordert der NABU strenge Schutzmaßnahmen für durch Überfischung bedrohte Haiarten wie Dorn-, Herings- und Hammerhaie sowie den atlantischen Blauflossenthun (Roter Thun). „Der weltweite Appetit auf Delikatessen wie Sushi, Haifischflossensuppe oder auch die in Deutschland so beliebte Schillerlocke treiben diese Meeresräuber an den Rand der Ausrottung“, warnt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Gleichzeitig wies Tierparkchef Dr. Stephan Hering-Hagenbeck bei einem gemeinsamen Pressegespräch von NABU und Tierpark Hagenbeck in Hamburg darauf hin, welche enorm wichtige Rolle Haie im Ökosystem Meer spielen und knüpfte die Verbindung zum für 2010 ausgerufenen „Internationalen Jahr der Biodiversität“.

In sechs Wochen ist es wieder so weit: Mehr als 2.000 Delegierte aus 175 Ländern werden auf der 15. CITES-Konferenz für zwei Wochen zusammenkommen, um über das Schicksal vieler Tierarten zu entscheiden – darunter acht Haiarten und der atlantischen Blauflossen-Thunfisch. „ Nie zuvor gab es auf einer CITES-Konferenz so viele Schutzanträge für Haie oder die Forderung nach einem Handelsstopp für eine kommerziell so bedeutende Art wie den Roten Thun. Das kommt nicht zu früh, denn es ist wirklich allerhöchste Zeit, dass der internationale Handel für diese massiv bedrohten Fischarten endlich kontrolliert beziehungsweise beendet wird“, kommentiert die NABU-Artenschutz-Expertin Heike Finke.

Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme des NABU.

Gegen Walfang: am 19. 12. Demo in Hamburg

Japan plant erneut über 1000 Wale im Namen der Forschung zu ermorden. Es sind 935 Zwergwale, 50 Finnwale und 50 Buckelwale auf der Abschussliste der Walmörder. Japan versucht alles um Sea Shepherd davon abzuhalten sie aufzuhalten. Der japanische Walfang geschieht in einem international etablierten Walschutzgebiet und verstösst massiv gegen das CITES (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) und andere Abkommen.

Vor diesem Hintergrund plant die Meeresschutzorganisation Migaloo eine Demonstration gegen den Walfang:

19. Dezember 2009, Hamburg, Ballindamm 40, vor der Europassage, von 11-15 Uhr.

Mehr Informationen zum Thema gibt es im Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF).

Hier noch ein passendes Video:

TERMIN: Stoppt Kanadas Olympia-Schande

Berlin – Mittwoch, 21. Oktober 2009

Einen Tag vor der Entzündung des Olympischen Feuers in Athen protestieren Aktivisten der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. gegen das grausame Robbenmassaker in Kanada. Sie stecken ihre blutverschmierten Köpfe durch ein riesiges Banner der Olympischen Ringe, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das jährliche Blutbad zu richten. PETA fordert mit dieser Aktion vor der kanadischen Botschaft in Berlin – wie bereits schon vor diversen kanadischen Botschaften weltweit – ein Ende des Robbenschlachtens bis spätestens zu Beginn der Olympischen Spiele in Vancouver 2010.

Wann? Mittwoch, 21. Oktober, ab 13 Uhr
Wo? Kanadische Botschaft, Leipziger Platz 17, Berlin

Hintergrund: Trotz kürzlich beschlossenem EU-Handelsverbot von Robbenprodukten hält Kanada am jährlichen Blutbad unter zehntausenden Babyrobben fest. Die Jungtiere sind bei der Ermordung erst wenige Tage alt und werden vor den Augen ihrer hilflosen Mütter lebendig gehäutet. Auf der ganzen Welt protestieren jährlich tausende von Menschen gegen das Massaker an den kanadischen Robben. In Kürze finden weitere PETA-Aktionen weltweit statt.

DIE BUCHT: Ein Kinofilm bringt Hoffnung für Delfine

WDCS und Pro Wildlife empfehlen Dokumentarfilm über die Delfinjagd in Japan

delfinDie Organisationen Pro Wildlife und WDCS (Whale & Dolphin Conservation Society) kämpfen seit zehn Jahren gegen die grausame Treibjagd auf Delfine in Japan. Am 22. Oktober kommt nun der aufrüttelnde Dokumentarfilm „DIE BUCHT“ in die deutschen Kinos. Er zeigt den Kampf von Ric O’Barry, dem ehemaligen Trainer des Delfins „Flipper“, gegen die Delfintreibjagd im japanische Fischerdorf Taiji. Die Tierschützer hoffen, dass der Film die Öffentlichkeit so mobilisiert, dass Japan dem Druck nachgibt und die Delfinjagd bald der Vergangenheit angehört. „Jeder, der sich für Delfine interessiert, sollte diesen Film unbedingt ansehen“, sagt Nicolas Entrup von der WDCS.

Weitere Informationen, Protest-und Spendenmöglichkeiten unter www.delfine.org.