Mehr Tierschutz: NRW beschließt neues Jagdgesetz

Erfolg! Trotz heftigster Proteste der Jägerschaft hat der Landtag von Nordrhein-Westfalen mit den Stimmen von SPD und Grünen ein neues Jagdgesetz verabschiedet.

Das Gesetz bringt viele Verbesserungen für den Tier- und Naturschutz. So ist zukünftig der Abschuss von Hauskatzen verboten, ebenso wie der Einsatz von Totschlagfallen oder die Baujagd.

Der Tierschutzverein Animal public, der vehement für das neue Jagdgesetz gekämpft hatte, in einer Stellungnahme: „Das sogenannte ökologische Jagdgesetz ist, auch wenn es uns natürlich nicht weit genug geht, ein wichtiger Schritt hin zur Abschaffung der sinnlosen Hobbyjagd.“

Das sieht Adlerauge auch so.

Aktiv werden! Unterstützung für neues NRW-Jagdgesetz notwendig

Die Novellierung des Landesjagdgesetzes in NRW geht in die heiße Phase. Die Gesetzesänderung sieht spürbare Verbesserungen im Sinne des Tierschutzes vor. Aber die Landesjägerschaft kämpft massiv gegen die Novelle. Am 18. März 2015 marschierten etwa 15.000 Jäger vor dem Landtag in Düsseldorf auf, um das neue Jagdgesetz zu Fall zu bringen.

Es ist dringend notwenig, dass die Befürworter des neuen Jagdgesetzes der Jäger-Lobby entgegentreten und ihre Stimme für die Tiere erheben.Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat dazu eine Online-Aktion ins Leben gerufen. Es kostet nur wenig Zeit und Mühe, der Landesregierung deutlich zu machen, dass das neue Jagdgesetz Unterstützung findet.

Wir dürfen der Jägerschaft nicht das Feld überlassen.

Hier geht es zu weiteren Informationen und der Online-Aktion.

NABU unterstützen – Zugvögel über Malta retten

NABU-Greifvogel-Camp 2010 auf Malta

Die Insel Malta liegt auf halber Strecke zwischen Europa und Afrika. Millionen Zugvögel nutzen sie jeden Herbst als Rastplatz auf Ihrer Reise ins Winterquartier. Doch dort warten Abertausende Jäger und Fallensteller nur darauf, die Vögel mit brutalen Methoden zu jagen.

Für die maltesischen Jäger ist der massenhafte Vogelabschuss ein „Sport“! Mit großer Freude schießen sie auf die wehrlosen Zugvögel – und lassen sie häufig einfach liegen. Sie jagen nicht, um zu essen oder ein ökologisches Gleichgewicht herzustellen, sondern rein aus der Freude am Töten. Diesen Herbst ist nun die Jagd auf 32 mitunter hochgefährdete Vogelarten erlaubt! Dann sind besonders Greifvögel in Gefahr. Sie ziehen zu Tausenden über Malta und sind leichte Ziele für die schießwütigen Jäger.

Lesen Sie hier, wie Sie helfen können, damit dieses schreckliche Treiben ein Ende findet.

„LIONSROCK – Hoffnung Südafrika“

Buchneuerscheinung: Die VIER PFOTEN Großkatzenstation in Südafrika und der Kampf gegen den Jagdtourismus

Zur Fußball-WM in Südafrika erscheint der Themenband „LIONSROCK – Hoffnung Südafrika“. Ausgehend vom Leid der Großkatzen in Europa und den Mechanismen der südafrikanischen Jagdindustrie stellt er das VIER PFOTEN-Großkatzenrefugium LIONSROCK vor. Dort werden neue Standards in der Haltung von Löwen gesetzt, die nicht mehr in die Freiheit entlassen werden können. Für Südafrika, einem der beliebtesten Reiseziele für Jagdtouristen, könnte dies der Schlüssel zu einem Umdenken im Umgang mit den eigenen Naturschätzen sein.

Bereits vor einigen Wochen hat die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN eine Kampagne zur Abschaffung von Canned Hunting (zu deutsch: Gatterjagd) in Südafrika gestartet. Derzeit leben VIER PFOTEN zufolge etwa 4.000 Löwen auf Zuchtfarmen. Diese Farmen dienen einzig dem Zweck, Jagdbetriebe mit Tieren zu versorgen. Etwa 1.000 Großkatzen werden pro Jahr von Hobbyjägern auf eng eingezäuntem Gelände erlegt. Alle Bemühungen, die Lage auf politischem Wege zu entschärfen, scheiterten bisher an Südafrikas mächtiger Jagdlobby.

Mit dem 2008 gegründeten LIONSROCK hat VIER PFOTEN ein viel beachtetes Modell zur Wahrung von Südafrikas größtem Naturschatz, seiner Tierwelt, geschaffen. Ursprünglich als Refugium für Löwen errichtet, die in geschlossenen oder verwahrlosten europäischen Zoos und Safariparks keine Zukunft mehr haben, kommt dem Großprojekt am „Kap der guten Hoffnung“ nun auch eine weitaus bedeutendere Rolle zu: LIONSROCK ist ein Modellprojekt für den seriösen und zeitgemäßen Umgang mit Wildtieren.

Das reich mit Farbabbildungen illustrierte Buch „LIONSROCK – Hoffnung Südafrika“ rollt nun erstmals den gesamten Themenkomplex in all seinen Zusammenhängen auf. Neben VIER PFOTEN Präsident Helmut Dungler kommen auch Gastautoren wie Prinzessin Alia von Jordanien und der ehemalige Direktor des Tiergarten Schönbrunn, Helmut Pechlaner, zu Wort. Die Arbeit mit den Tieren wird ebenso ausführlich erläutert wie die Bedeutung, die diese für einen nachhaltigen Tierschutz und einen „sanften Tourismus“ in Südafrika haben kann.