Tierschutzbund zum Welttierschutztag: Illegalen Welpenhandel stoppen!

Zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. Oktober rufen der Deutsche Tierschutzbund und seine angeschlossenen Mitgliedsvereine das Leitmotto „Stoppt den illegalen Welpenhandel!“ aus. Die Tierschützer machen dabei auf das immense Leiden der Hundewelpen und deren Muttertiere aufmerksam.

Plakat Welpenhandel„Allzu groß“, so der Tierschutzbund in einer Presseerklärung, „ist die Versuchung der Welpen-Mafia, schnelles Geld zu machen. Die Slowakei, Tschechien, Polen, Rumänien, aber auch Belgien und die Niederlande gehören zu den Ländern mit kommerziellen Hundezuchten. Die Welpen gelangen von dort in den Verkauf – unter anderem nach Deutschland, welches dabei oft auch Transitland ist.“

Den vollständigen Text können Interessierte hier nachlesen.

Außerdem finden sich unter „Kampagnen“ weitere Informationen zum Thema illegaler Welpenhandel.

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Aktion „Wühltischwelpen – nein Danke! Demo am 26. Juni

Unseriösen Hundehandel bekämpft man nur mit Aufklärung. Erst wenn die Nachfrage zurück geht, hört das Leid der Hunde auf. Sogar das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL hat sich in seiner Ausgabe vom 1.06. 2010 des Themas „Wühltischwelpen“ angenommen. Die Tierschutzorganisation TASSO, der ETN (Europäischer Tier- und Naturschutz) und der Bund gegen Missbrauch der Tiere haben das Jahr 2010 zum „Jahr gegen den unseriösen Welpenhandel“ ausgerufen.

In diesem Zusammenhang ist für den 26.06. 2010 ab 11:00 Uhr eine friedliche Demonstration in Dorsten geplant. Treffpunkt ist die Straßenecke „Im Erlenkamp/Hohes Bram“ in Dorsten. Jeder ist willkommen: Betroffene, Interessierte, Presse, Hundefreunde…

Damit die Demo gut geplant werden kann, bittet TASSO um kurze Anmeldung unter http://www.tasso.net/Tierschutz/Wuhltischwelpen/Protestaktion.

Maikätzchen erwartet Leid – Katzenschutzverordnung dringend erforderlich

Jetzt ist die Zeit im Jahr, in der die meisten Jungkatzen geboren werden. Der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen über 500 Tierheime rechnen auch in diesem Jahr wieder mit einer „Katzenschwemme“. Für die Tierheime ist diese Situation in der ohnehin schwierigen Lage kaum noch zu bewältigen. Das Schicksal der neugeborenen Katzen indes ist ungewiss. Im Freien vermehren sich die Tiere unkontrolliert. Katzen können im Jahr zwei bis drei Mal jeweils vier bis sechs Junge bekommen, wenn sie nicht kastriert sind. Oft droht den Tieren dann ein qualvoller Tod. Aufgrund des dramatischen Populationsanstiegs entsteht häufig eine Nahrungsknappheit, die zu Hunger und Mangelerscheinungen führt. Viele Tiere leiden zudem unter Infektionskrankheiten und Parasitenbefall.

Kastration soll Anwachsen der Katzenpopulation verhindern
„Das Leid der Katzen ist enorm. Aus Tierschutzsicht stellt die Kastration von frei lebenden Katzen und Hauskatzen, die Freilauf genießen, die einzige Möglichkeit dar, das Anwachsen der Katzenpopulation und die damit verbundene Verelendung der Tiere zu verhindern“, mahnt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir appellieren an die Bürgermeister, die örtlichen Tierschutzvereine stärker zu unterstützen, ideell und auch finanziell“, so Apel weiter. Denn nur 22 Prozent der Tierheime erhielten bisher Zuschüsse von öffentlichen Stellen für Kastrationen. Aktuell können viele von ihnen die Kosten nicht mehr aus eigener Kraft decken. Hilfsaktionen der Tierschützer vor Ort können bisher nur dank Spenden von Tierfreunden durchgeführt werden. Die weiter zunehmende Zahl an freilebenden Katzen ist aber bald nicht mehr zu bewältigen, warnt der Deutsche Tierschutzbund.

Tierschutzbund hat Entwurf für Katzenschutzverordnung vorgelegt
Der Ursprung aller frei lebenden Katzen stammt von den in den Haushalten lebenden Freigängerkatzen ab, deren Fortpflanzung nicht kontrolliert wurde. Nach wie vor lassen Tierhalter ihre Katzen unkastriert ins Freie. Deshalb hatte der Deutsche Tierschutzbund Bundesministerin Ilse Aigner im März 2010 den Entwurf einer Katzenschutzverordnung übermittelt. Ziel: Verbindliche Regelungen für die Haltung und den Umgang mit Katzen sowie eine Kastrationspflicht als Instrument gegen die ungewollte Vermehrung.

Fußballer posieren für heimatlose Hunde in der Türkei

Neue PETA-Kampagne mit Michael Fink und Fabian Ernst

Die ehemaligen Frankfurter und Schalker Fußballer Michael Fink und Fabian Ernst von Besiktas Istanbul setzen sich in einem neuen Anzeigenmotiv der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. für die heimatlosen Hunde in der Türkei ein. „Kastration rettet Leben“ lautet der Slogan, mit dem Fink und Ernst jetzt gemeinsam mit zwei geretteten „Streunern“ posieren. Die beiden Hunde hat Fink schon als Welpen bei sich aufgenommen, nachdem sie in einem verlassenen Waldgebiet ausgesetzt worden waren, wo ihnen der sichere Tod gedroht hätte. Denn Jahr für Jahr werden tausende heimatlose Tiere in der Türkei Opfer behördlicher oder privater Gewalt. Abertausende Hunde fristen in Tierheimen in der Türkei ein trauriges und auswegloses Dasein, da sie kaum Vermittlungschancen haben. Die Lösung laut PETA: Geburtenkontrolle.

„Während unzählige Hunde auf den Straßen und in Tierheimen ein trauriges Leben führen, werden andere Hunde in Massen gezüchtet und verkauft“, erklären die beiden Fußballer im Interview mit der Tierrechtsorganisation. „Wir möchten unsere Fans bitten, ihr nächstes Tier zu adoptieren und in jedem Fall kastrieren zu lassen, um die Überpopulation und das damit verbundene Tierleid aufzuhalten.“

Zuhause geliebt, im Labor gequält: die Katze

Bundesverband Menschen für Tierrechte: Katze Tier des Monats April

Die Katze als Haustier ist bei den Deutschen sehr beliebt: 8,2 Millionen Katzen lebten 2008 in 16,5 Prozent der Haushalte. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte stellt mit der Katze als Tier des Monats April Wissenswertes zu Felis catus, der Hauskatze, auf seiner Website zusammen und zeigt vor allem ihren Einsatz in deutschen Forschungslaboren auf.

Katzen als Tiermodell

Foto: SHAC

Seit dem Jahr 2000 schwankt die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Katzen, sie bewegt sich laut Versuchstierstatistik der Bundesregierung jeweils zwischen 500 und 1 000 Tieren pro Jahr. Eingesetzt werden Katzen u.a. in der Hirnforschung, der Magen-Darm-Forschung sowie zur Erforschung von Tierkrankheiten. Darunter sind im Bereich der Seh- oder Hörforschung auch noch immer Versuche, bei denen intakte Augenmuskeln durchtrennt werden bzw. das Gehör zerstört wird. Auch für Sodbrennen, Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (Refluxkrankheit), Asthma oder Schlafstörungen beim Menschen müssen Katzen als Tiermodell in Experimenten ihr Leben lassen.

Leistungsfähige Ersatzverfahren verfügbar
»Tierversuche sind ethisch nicht vertretbar und wissenschaftlich zweifelhaft«, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. »Tierversuchsersatzverfahren müssen deutlich mehr gefördert und gefordert werden, denn sie führen noch immer ein Schattendasein., Politik und Wissenschaft tragen dafür die Verantwortung.« Der Bundesverband verweist auf bereits leistungsfähige Ersatzverfahren, z. B. im Bereich der Hirnforschung. Moderne Techniken der bildgebenden Verfahren wie Computertomographie (CT), Positronen-Emmissions-Tomographie (PET) oder funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) machen bereits Untersuchungen direkt am Menschen möglich und Tierversuche überflüssig.

Mit der monatlichen Vorstellung einer Tierart, die in Tierversuchen eingesetzt wird, möchte der Bundesverband Menschen für Tierrechte die natürliche Lebensweise der Tiere bekannter machen, ihre Verwendung in Experimenten aus der Anonymität holen und die Forderung nach Ersatzmethoden verstärken.

Ausführliche Informationen zu den „Tieren des Monats“ gibt es unter www.tier-des-monats.tierrechte.de.

TASSO unterstützt die Tiertafel e.V. mit kostenloser Chip-Aktion

Im ersten Anlauf wurden über 200 Berliner Vierbeiner mit Transpondern ausgestattet

Seit Anfang dieses Jahres müssen alle Berliner Hunde mit einem Mikrochip (Transponder) ausgestattet sein. Dessen eindeutige Identifikationsnummer hilft beispielsweise TASSO, das Tier bei Verlust zurück zu vermitteln. Vorausgesetzt natürlich, der Hund wurde bei der Tierschutzorganisation registriert. Somit eine durchaus begrüßenswerte Initiative des Gesetzgebers. Während die Registrierung in der TASSO-Datenbank und die Rückvermittlung kostenlos erfolgen, gibt es den Chip aber nur gegen Geld. 30 bis 40 Euro sind für den Chip und das Einsetzen beim Tierarzt einzukalkulieren – für Menschen am Rand oder sogar unter dem Existenzminimum ist das oft zu viel.

„Gerade in Berlin leben Tausende in Armut“, berichtet Claudia Hollm von der Tiertafel Deutschland e.V. Der Verein unterstützt bedürftige Tierhalten mit kostenloser artgerechter Ernährung und Pflege ihrer Vierbeiner. „Das Chippen der Hunde können sich diese Menschen einfach nicht leisten – und kommen somit automatisch mit dem Gesetz in Konflikt.“

Als „Erste Hilfe“ hat nun TASSO – zusammen mit ehrenamtlichen Helfern des mobilen Tierarztdienstes „Smartvet“ und des „International Fund for Animal Welfare“ (IFAW) – in Berlin die erste Chip-Aktion gestartet. Mehr als 200 Hunde wurden tierärztlich untersucht, erhielten einen Transponder und die Registrierung bei TASSO. Das alles ohne Kosten für die Tierhalter. 300 weitere Tiere sollen demnächst in Rathenow, Potsdam und Hamburg mit einem Mikrochip ausgestattet werden.

TASSO warnt vor angeblichen Welpen aus Kamerun

Sie finden sich in aller Regel in kostenlosen Online-Anzeigenbörsen: Anbieter angeblicher Welpen zum Nulltarif, für die lediglich der Transport nach Deutschland bezahlt werden müsse. Denn die süßen Hundekinder – überwiegend sehr kleiner Rassen wie Chihuahuas oder Yorkshire-Terrier – wären in Kamerun zu Hause. Für 100 bis 200 Euro könne man sie aber einfliegen lassen. Ein Schnäppchen angesichts der Preise, die normalerweise für reinrassige Tiere genannt werden …

Geld weg
Was viele nach wie vor nicht wissen: Diese Tiere existieren gar nicht! „Das Internet ist voll von Berichten abgezockter Hundeliebhaber“, berichtet Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. „Denn hinter den in sehr schlechtem Deutsch abgefassten Anzeigen stecken Betrüger, die nicht nur auf die Vorauszahlung der angeblichen Flugkosten bestehen, sondern anschließend auch noch mit frei erfundenen Zoll- und Tierarztkosten oder mit Beträgen für die Anschaffung einer speziellen Transportbox zur Kasse bitten.“ Das üblicherweise per anonymem Bargeldtransfer überwiesene Geld sei auf jeden Fall weg, sagt McCreight, die Chancen auf Wiederbeschaffung gingen gegen Null.

Vorsicht beim Angebot kostenloser Welpen
Ann-Kathrin Fries, TASSO-Rechtsexpertin mit Anwaltskanzlei in Wesseling, rät jedem, der im Internet auf Angebote für Kamerun-Welpen stößt, den Betreiber der Webseiten zu kontaktieren und um Löschung zu bitten. „Die großen Anzeigenportale kennen das Problem oft schon“, sagt sie. „Die reagieren denn auch schnell mit dem Entfernen. Aber hin und wieder gelingt es den Abzockern, sich bei kleineren Börsen einzuschleichen.“ Angeboten zu kostenlosen Welpen sollte man ohnehin mit großer Skepsis begegnen, rät die Rechtsexpertin: „Meist hat die Sache einen Haken, der ganz schön ins Geld gehen kann.“