Kambodschas Exoten bedroht

Foto: Welttierschutzgesellschaft
Foto: Welttierschutzgesellschaft

Gemeinsam mit der Naturschutzorganisation ACCB (Angkor Centre for Conservation of Biodiversity) setzt sich die Welttierschutzgesellschaft e.V. für die Tiere Kambodschas ein. Hilfe ist dringend erforderlich: die rasante Abholzung der Regenwälder und die Bedrohung durch den illegalen Wildtierhandel kosten vielen exotischen Tieren dort das Leben.

Im Schutzzentrum der beiden Organisationen finden die bedrohten Tiere Zuflucht. Insgesamt 253 Tiere 35 verschiedener Arten konnten allein schon in diesem Jahr gerettet werden.

Nähere Informationen zum Tier- und Naturschutzengagement in Kambodscha finden sich auf der Homepage der Welttierschutzgesellschaft.

Sumatra-Elefanten brauchen Hilfe

„Heimatlos und gejagt – die Sumatra-Elefanten brauchen Ihre Hilfe!“ – so lautet die Dringlichkeit bekundende Überschrift eines Rundbriefs der Welttierschutzgesellschaft e.V.

Gerettetes Elefantenkalb (Foto: Welttierschutzgesellschaft)
Gerettetes Elefantenkalb (Foto: Welttierschutzgesellschaft)

Geschildert wird die fast dreistündige Rettungsaktion eines jungen Elefanten, von den Helfern liebevoll Baryi (indonesisch für Baby) genannt.

Baryi gehört zu den letzten wilden Elefanten auf Sumatra, die auf der Suche nach Nahrung und neuem Lebensraum und durch die Wilderei ständigen Gefahren ausgesetzt sind.

Auf der Homepage der Welttierschutzgesellschaft gibt es nähere Informationen. Unter anderem lesen wir dort:

Durch die Abholzung der indonesischen Regenwälder haben die Sumatra-Elefanten ihren natürlichen Lebensraum verloren. Innerhalb nur einer Elefanten Generation hat sich die Population in freier Wildbahn auf nur noch etwa 2000 halbiert. Auf der Suche nach Nahrung überqueren die Dickhäuter immer wieder die natürlichen Grenzen der Wälder und zerstören die Ernten der Bauern. So kommt es zu schrecklichen, unter Umständen auch tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Mensch und Tier.

Wer helfen kann, findet hier Details.

Jane’s Journey – Die Lebensreise der Jane Goodall

Film über die Geschichte der Schimpansenforscherin
Vorige Woche fand in Berlin die deutsche Filmpremiere von „Jane’s Journey – Die Lebensreise der Jane Goodall“ statt. Die Dokumentation zeigt die Geschichte der weltberühmten Schimpansenforscherin, Naturschützerin und UN-Friedensbotschafterin. Der Deutsche Tierschutzbund ist Partner des Films.

Vor über 20 Jahren gab die heute 76-jährige ihre Karriere als Schimpansenforscherin auf und ist seitdem mehr als 300 Tage im Jahr im Dienst der Rettung der Erde rund um den Globus unterwegs. Für den Film begleitete Regisseur Lorenz Knauer Jane Goodall zwei Jahre auf ihren Reisen. Gleich zu Beginn des Films geht die Reise in den „Gombe National Park“ in Tansania, wo sie vor 50 Jahren ihre Forschungsarbeit über das Verhalten der Schimpansen begonnen hatte.

Jane Goodall hat den Menschen auf vielfältige Weisen vor Augen geführt, dass Affen denkende, fühlende, aber auch leidende Wesen sind. Sie hat ihre einzigartige Lebensweise dokumentiert, sich mit ihnen unterhalten und den Ruf der Schimpansen bis in die Hörsäle und Fernsehstationen der sogenannten zivilisierten Welt getragen. Ihre Botschaft lautet, dass diese Tiere und ihre Lebensräume unbedingt geschützt und vor der Vernichtung bewahrt werden müssen.

Origami-Tiger leuchten in Berlin

WWF und LAVA enthüllten die größten Origami-Tiger der Welt

Im Rahmen der weltweiten Tiger-Kampagne der Umweltschutzorganisation WWF machen zwei Riesen-Origami-Tiger des Architekturbüros LAVA (Watercube Peking, Mercedes-Museum Stuttgart, Masdar City) für drei Wochen Station in Berlin. Die sieben Meter langen und zweieinhalb Meter hohen Skulpturen wurden am 10. August von Stefan Ziegler (WWF) und Tobias Wallisser (LAVA) auf dem Washington Platz am Hauptbahnhof enthüllt. Pulsierende LED-Dioden bringen die größten Origami-Tiger der Welt zum „atmen“. Designer des Architektenbüros LAVA haben die Skulpturen zum chinesischen „Jahr des Tigers“ entworfen, um ihr persönliches Engagement für deren Schutz auszudrücken. Nach WWF-Angaben gibt es derzeit nur noch 3.200 Tiger in der Wildnis.

„Wenn wir jetzt nicht handeln, droht der Tiger auszusterben“, warnt Stefan Ziegler, WWF-Artenschutzreferent. Mit den Großkatzen gelten auch zahlreiche weitere Arten und ganze Tiger-Ökosysteme, vom tropischen Regenwald Sumatras bis zu den im Winter schneebedeckten Weiten Russlands, als bedroht.

Fotos der Origami-Tiger können übrigens auf Flickr angesehen werden.

NABU unterstützen – Zugvögel über Malta retten

NABU-Greifvogel-Camp 2010 auf Malta

Die Insel Malta liegt auf halber Strecke zwischen Europa und Afrika. Millionen Zugvögel nutzen sie jeden Herbst als Rastplatz auf Ihrer Reise ins Winterquartier. Doch dort warten Abertausende Jäger und Fallensteller nur darauf, die Vögel mit brutalen Methoden zu jagen.

Für die maltesischen Jäger ist der massenhafte Vogelabschuss ein „Sport“! Mit großer Freude schießen sie auf die wehrlosen Zugvögel – und lassen sie häufig einfach liegen. Sie jagen nicht, um zu essen oder ein ökologisches Gleichgewicht herzustellen, sondern rein aus der Freude am Töten. Diesen Herbst ist nun die Jagd auf 32 mitunter hochgefährdete Vogelarten erlaubt! Dann sind besonders Greifvögel in Gefahr. Sie ziehen zu Tausenden über Malta und sind leichte Ziele für die schießwütigen Jäger.

Lesen Sie hier, wie Sie helfen können, damit dieses schreckliche Treiben ein Ende findet.

TASSO fordert Verbot für brutale Grindwal-Jagd

Blutige Tradition aus dem Mittelalter aktueller denn je: Grindadrap auf den Färöer Inseln

Einmal im Jahr – in den Sommermonaten – feiern die Bewohner der zu Dänemark gehörenden Färöer Inselgruppe „Grindadrap“. Was sich wie ein netter Volksbrauch anhört, ist in Wirklichkeit das brutale Abschlachten von mehreren hundert Grindwalen pro Jahr. Aus Tradition und purem Vergnügen. Die Tiere, die in den Sommermonaten in Familienverbänden in die Nähe der Inseln kommen, werden zunächst mit Motorbooten in die Buchten getrieben. Ohne einen Fluchtweg sind sie dem dann folgenden tödlichen Massaker hilflos ausgeliefert. Mit speziell für die Grindadrap-Jagd hergestellten, scharfkantigen Messern wird den Tieren die Kopfader aufgeschlitzt, nachdem sie mit einer in die Nasenöffnungen gerammten Stange orientierungslos gemacht werden. Sie verbluten langsam und bei vollem Bewusstsein. Die Bucht färbt sich dann blutrot.

War die Jagd früher die Nahrungsgrundlage der Einheimischen, hat sich heute daraus ein brutaler Sport ohne Sinn und Verstand auf dem Rücken wehrloser Tiere entwickelt.  Auf der Internetseite von TASSO e.V. kann jeder Tierfreund mit seiner Stimme seinen Protest kundtun. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Tierhalter sehr wohl in der Lage sind, etwas zu bewegen. So haben sich an der gemeinsamen Aktion mit dem Bund gegen Missbrauch der Tiere fast 20.000 Tierfreunde gegen das Töten rumänischer Straßenhunde ausgesprochen.  Dem gemeinsamen Aufruf mit dem Europäischen Tier- und Naturschutz  gegen die grausamen Hundelager in Italien sind 14.000 TASSO-Freunde gefolgt.

Hier können Sie Ihren Protest gegen die abscheuliche Grindwal-Jagd zum Ausdruck bringen.

„Hitzewelle“ am Nordpol

Arktisches Meereis schmilzt im Rekord-Tempo. / WWF: Es ist kein guter Sommer für Eisbären.

Foto: Wikipedia

Der “Nationale Schnee und Eis Daten Report” (NSIDC-Report) zum Zustand des arktischen Meereises weist einen neuen Rekord-Tiefststand aus. Demnach war die Eisfläche so klein wie in keinem Juni seit Beginn der Satelliten-Aufzeichnungen 1979. Dem Report zufolge ging das Meereis im vergangenen Monat um durchschnittlich 88.000 Quadratkilometer pro Tag zurück. Der Durchschnittswert liegt im Juni normalerweise bei etwa 53.000 Quadratkilometer täglich. Die Umweltschutzorganisation WWF sorgt sich aufgrund dieser Entwicklung über die verbliebenen Eisbär-Vorkommen im Nordpolarmeer. “Es ist kein guter Sommer für die Eisbären im Nordpolarmeer. Ihr Lebensraum schmilzt ihnen offensichtlich immer schneller unter den Pfoten weg”, sagt Volker Homes, Leiter WWF Artenschutz.

Nach WWF-Einschätzung müssen einige Eisbären durch die veränderten klimatischen Bedingungen eine Fastenperiode von bis zu 160 Tagen überstehen. “Auf eine derart lange Hungerzeit sind die Tiere physiologisch nicht ausgerichtet”, so der Experte. In diesem Jahr hätten einige Bären durch die frühe Eisschmelze bereits 18 Tage länger fasten müssen. Jetzt hofft der WWF, dass das Meereis im kommenden Winter frühzeitig zurückkehrt. “Sollte es ähnlich spät zufrieren wie im letzten Jahr, könnten das viele Bären womöglich nicht überleben”, so Homes.