Demo am 16. Januar: „Wir haben Agrarindustrie satt!“

Am 16. Januar 2016 werden zum sechsten Mal tausende Menschen in Berlin für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft demonstrieren. Die „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration wirft der Bundesregierung vor, die Gewinne einer exportorientierten Agrar- und Wir haben Agrarindustrie sattErnährungsindustrie über die Interessen von Bäuerinnen und Bauern, dem Lebensmittelhandwerk, Umwelt- und Tierschutz sowie einer solidarischen Entwicklungspolitik zu stellen.

In einer Presseerklärung von Jochen Fritz, dem Sprecher der „Wir haben es satt“-Demonstration und Landwirt im Nebenerwerb, heißt es u. a.:

„Die Landwirtschaft steht am Scheideweg: Wird unser Essen zukünftig noch von Bäuerinnen und Bauern für den Bedarf einer Region erzeugt oder von Konzernen, die für den Weltmarkt produzieren? Ist die Agrarindustrie mit ihren Dumping-Exporten weiter mitverantwortlich dafür, dass Millionen Menschen weltweit hungern oder gestalten wir die Ernährungswirtschaft endlich zukunftsfähig, so dass sie niemanden zur Flucht zwingt? Diese Fragen bewegen immer mehr Menschen“.

Weitere Informationen gibt es auf Wir-haben-es-satt.de.

Die Demo auf dem Berliner Postdamer Platz beginnt um 12 Uhr. Wer es einrichten kann, sollte teilnehmen!

 

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Tierschutzbund: Urlaubshilfe für Tierfreunde

merlinAllmählich beginnt die Sommer-Reisezeit. Für Tierhalter, die keine Mitnahmemöglichkeit haben, stellt sich dann die Frage, wohin mit Hund oder Katze.

Unter dem Motto „Nimmst du mein Tier, nehm‘ ich dein Tier“ startet rechtzeitig vor Saisonbeginn der Deutsche Tierschutzbund eine Vermittlungsaktion.

Interessierte Tierhalter können Einzelheiten hier nachlesen. Auf dieser Internetseite findet sich auch ein Link, der zu Reisebestimmungen für die gängigen Urlaubsländer führt. Außerdem kann eine Broschüre „Tier und Urlaub“ angefordert werden.

Es geht weiter mit „Adlerauge“

Nach langer Pause habe ich mich entschlossen, meinen Tierschutzblog „Adlerauge“ weiterzuführen.  Eigentlich ist es eher ein Neubeginn. Deshalb habe ich auch die alten Kommentare gelöscht, und vielleicht mache ich das mit den ursprünglichen Artikeln auch. Mal sehen.

Ich werde, das weiß ich jetzt schon, hier nicht allzu oft neue Beiträge posten. Und ich werde mich stark auf Veröffentlichungen diverser Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen stützen. Aber ich möchte über meine Mitgliedschaft in verschiedenen Vereinen hinaus auch im Internet einen kleinen Beitrag dazu leisten, das – unnütze – Leid vieler Tiere zu beenden.

 

 

Rettet die Tierheime! Neues Kampagnenmotiv des Tierschutzbundes

Auszug aus einer Stellungnahme des Deutschen Tierschutzbunds:

Die Tierheime leisten Tag für Tag praktische Tierschutzarbeit, zum großen Teil ehrenamtlich, damit Tiere eine Chance auf ein besseres Leben bekommen. Tierheime sind Tierschutzeinrichtungen – sie verstehen sich nicht als ausführende Organe der Behörden, obwohl sie für die Kommunen wichtige Pflichtaufgaben übernehmen wie die Aufnahme von Fundtieren und beschlagnahmten Tieren. Wir erwarten für die Aufgaben, die wir im Auftrag der Kommunen übernehmen, eine kostendeckende Erstattung. Eine breit angelegte Umfrage hat nun ergeben, dass die Kommunen durchschnittlich 25 Prozent der im Tierheim anfallenden Kosten übernehmen, aber knapp 80 Prozent der Leistungen abrufen.

Die Tierheime sind dadurch in ihrer Existenz akut gefährdet: Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Sozialgesetzgebung schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder. Die Gesetzgebung belastet zusätzlich, so z.B. die Hundeverordnungen der Länder, durch die insbesondere große Hunde und bestimmte Rassen im Tierheim landen und nur schwer vermittelbar sind.

Auf der einen Seite gehen Spenden und Sponsoring weiter zurück, auf der anderen Seite werden immer mehr Tiere aus finanziellen Gründen abgegeben. Die Tiere bleiben immer länger in den Tierheimen und die Kosten steigen dadurch dramatisch. Auch dort, wo Behörden und Veterinärämter nicht konsequent durchgreifen, müssen die Tierheime einspringen.

Hier geht es zum vollständigen Beitrag.

Stadttauben – Film über tierschutzgerechtes Management

Foto: Wikipedia

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte präsentiert jetzt einen Dokumentarfilm zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttauben. Das Taubenschlag-Konzept wird mittlerweile von über 50 Städten und Gemeinden umgesetzt. Der Verband möchte damit vorrangig weitere Kommunen anregen, Probleme mit Stadttauben ebenfalls nachhaltig und zugleich tierschutzkonform zu lösen. Der gut 20-minütige Film kann online angesehen sowie als DVD bezogen werden unter www.stadttauben.de.

Städtebefragung bestätigt Konzept
Seit Jahren informiert der Bundesverband Menschen für Tierrechte über Stadttauben und das „Konzept zur tierschutzgerechten Regulierung von Stadttaubenpopulationen“. Dieses wurde in den 90er-Jahren von der ihm angeschlossenen Bundesarbeitsgruppe Stadttauben entwickelt und beruht auf: Bindung der Tauben an Schläge, kontrollierte Fütterung sowie „Geburten“-Kontrolle durch Austausch der Gelege mit Ei-Attrappen. Sobald die Tauben die Schläge besiedeln und dort nisten, reduzieren sich die Verschmutzung durch Taubenkot in den Städten sowie die Vermehrung der Tauben. Eine Städtebefragung des Bundesverbandes in 2007 bestätigte den Erfolg des Konzeptes.

Beispiele aus Aachen, Augsburg und Torgau
„Der Film zeigt, wie die Methode in der Praxis funktioniert. Dafür haben wir exemplarisch drei Kommunen ausgewählt. Es kommen Verwaltungsmitarbeiter zu Wort, die auch Stellung zu Kosten und Nutzen nehmen“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundeverbandes. „Auch für Kritiker, die fehlende wissenschaftliche Begleitstudien oder Störfaktoren in den Mittelpunkt stellen, ist der Beitrag sicher sehenswert.“

Gedreht wurde in Aachen, Augsburg und der sächsischen Renaissance-Stadt Torgau, die wie Augsburg den Denkmalschutz bei Taubenschutz- und Abwehrmaßnahmen berücksichtigen muss. Auch zur potenziellen Gesundheitsgefährdung durch Stadttauben äußert sich ein Experte.

Friedliche Koexistenz von Menschen und Tauben
„Stadttauben leben als sogenannte Felsenbrüter seit Jahrhunderten in unseren Städten. Das Taubenschlag-Konzept ist der Königsweg zur friedlichen Koexistenz von Menschen und Tauben. Außerdem erachten wir die Konzeptumsetzung in den Kommunen als eine notwendige Folge aus dem Staatsziel Tierschutz. Ein Wertewandel in unserer Gesellschaft zeigt sich auch im Umgang mit den meist ungeliebten Stadttauben“, schließt Simons.

Sexueller Missbrauch von Tieren

In einem seiner letzten Newsletter berichtet der Bundesverband Menschen für Tierrechte, dass Sex mit Tieren nach Ansicht der hessischen Landesregierung wieder strafbar werden soll. Dieses gern verdrängte Thema ist mir so wichtig, dass ich hier die entsprechende Passage im Wortlaut veröffentliche:

Sex mit Tieren soll nach Ansicht der hessischen Landesregierung wieder strafbar werden. Das Delikt der “widernatürlichen Unzucht” war im Jahr 1969 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen worden. Zoophilie kann seither nur noch geahndet werden, wenn gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wird. Dies ist aber meistens nicht mehr festzustellen. Neben einem kriminalpolitischen Bedürfnis sprechen nach Ansicht der Landesregierung vor allem tierschutzrechtliche Aspekte für eine Wiedereinführung eines entsprechenden Straftatbestandes. Obwohl es keine Statistiken darüber gibt, geht die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger davon aus, dass Tiere immer häufiger als Sex-Objekte benutzt werden. Der Bundesverband begrüßt diesen Vorstoß, denn das Tierschutzgesetz bietet den Tieren keinen ausreichenden Schutz. In der Schweiz, Frankreich, Großbritannien und Belgien ist Sex mit Tieren bereits in den vergangenen Jahren unter Strafe gestellt worden.

Unter dem Titel „Stumme Schreie“ gibt es übrigens eine Homepage der Interessengemeinschaft gegen sexuellen Missbrauch von Tieren. Dort kann man sich nicht nur über dieses schreckliche Thema informieren – es gibt auch zum Download eine Unterschriftenliste, in die sich jeder eintragen kann und eintragen sollte, der für ein Gesetz zur Bestrafung von sexuellem Missbrauch von Tieren eintritt.

Geben Sie den missbrauchten Tiere eine Stimme: Ihre Stimme!