Rodeo in Köln: Tierleid zu Unterhaltungszwecken

Am 31.7. und 1.8. soll das 5. Kölner Rodeo im Rahmen eines „Country-Weekends“ stattfinden. Der Deutsche Tierschutzbund unterstreicht im Vorfeld der Veranstaltungen, dass Rodeos für die Tiere Leid und Qualen bedeuten können. Die Tierschützer bitten die Bevölkerung, diese Veranstaltungen zu boykottieren.

Unzeitgemäße Volksbelustigung auf Kosten der Tiere
„Rodeo ist kein Sport und viele der Tiere leiden. Der Veranstalter sollte sich an wissenschaftlichen Gutachten orientieren. Diese unterstreichen die Tierschutzrelevanz dieser unzeitgemäßen Volksbelustigung auf Kosten der Tiere“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Es ist eine Schande, dass einem solchen Spektakel in Köln inzwischen jährlich eine Bühne geboten wird!“

Was dem Zuschauer als Show und Belustigung vorgegaukelt wird, ist – das unterstreichen verschiedene Gutachten – für die Pferde und Rinder zumeist mit Schmerzen, Stress und Angst verbunden. Die Pferde, die auf diesen Schauveranstaltungen für den Flair des Wilden Westens sorgen sollen, sind keine Wildpferde. Es sind häufig für wenig Geld gekaufte Pferde, die als „nicht reitbar“ gelten. Noch nach Jahren im Showgeschäft zeigen die eingesetzten Tiere keine Gewöhnung. Neben völliger Abstumpfung, Nervosität und Abwehrbewegungen entwickeln einige sogar schwere Verhaltensstörungen.

Bundesweites Verbot fehlt
Trotzdem fehlt bislang ein bundesweites Verbot von Rodeoveranstaltungen. Die meisten Bundesländer – so auch NRW – haben bereits einen Erlass für ihr Bundesland herausgegeben, welcher zumindest die schlimmsten Disziplinen – wie „Wild-Horse-Race“ und „Bullenreiten“ – sowie den Einsatz von Hilfsmitteln wie Flankengurt und Sporen bei den Disziplinen „Bare Back Riding“ und „Saddle Bronc Riding“ verbietet. Eine einheitliche Regelung aller Bundesländer fehlt jedoch bisher, und immer wieder werden Erlässe wegen mangelnder Rechtsverbindlichkeit missachtet. So soll auch in Köln beim Rodeo ein Bullenreiten – trotz eigentlichen Verbotes – stattfinden.

Grundsätzlich hilft aber nur ein bundesweites Verbot aller Rodeo-Disziplinen, unnötiges Tierleid zu vermeiden. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt Veranstaltungen ab, bei denen Menschen auf Kosten von Leiden und Schmerzen von Tieren belustigt werden. Der Deutsche Tierschutzbund bittet daher die Bevölkerung, keine Rodeo-Veranstaltungen zu besuchen.

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