„Augen auf beim Kauf“ – Pelzverkauf und Kennzeichnung in Österreich

Helfen Sie mit, kaufen Sie in Geschäften, die das Tierqualprodukt Pelz bereits aus ihrem Sortiment gestrichen haben!

Die österreichische Tierschutzorganisation Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat Hinweise zum Thema Pelz(ver)kauf zusammengestellt, die Adlerauge gern weiterverbreitet. Nachfolgend der Text im Wortlaut:

Da Tierpelz in den letzten Jahren einen großen Imageschaden einstecken musste, findet man nur mehr selten ganze Pelzmäntel vom Fuchs oder Nerz in den Schaufenstern. Dafür gibt es umso mehr Jacken mit bunten Krägen und Hauben mit Quasten aus dem Fell geschundener Tiere. Da es keine Deklarationspflicht gibt, werden die Pelze oft gefärbt und geschoren und sind dadurch nicht mehr von Webpelz zu unterscheiden. Die Pelzindustrie täuscht die Bevölkerung – niemand denkt bei einem plüschigen bunten Kragen an einen toten Fuchs!

Wie unterscheide ich Echtpelz und Kunstpelz?

    • Wenn die ungekürzten Haare spitz zusammenlaufen, handelt es sich um Tierhaare.
    • Ist der Pelz in Leder verankert, ist es Tierpelz, bei Gewebe es ist es Webpelz.
    • Prüfen Sie die Waschanleitung, auch nach Begriffen wie „fur, pelliccia oder pelo“.

Woher kommen die verwendeten Felle?

Die Pelzproduktion ist in Österreich seit 1998 verboten, dass heißt in Österreich dürfen keine Tiere wegen ihres Pelzes gezüchtet und getötet werden. Trotzdem wird noch immer Pelz verkauft und somit aus anderen Ländern importiert. Die Hauptexportländer sind Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland, aber auch China.
In so genannten Pelztierfarmen leben die betroffenen Wildtiere in strukturlosen Käfige, der Boden besteht nur aus Drahtgitter, sodass nicht ausgemistet werden muss. Die zahlreichen Käfigreihen erinnern an Legebatterien. Sobald der erste Winterpelz gewachsen ist, werden die Tiere getötet. Die gängigste Methode ist das Vergasen, aber auch der Genickbruch oder das Töten durch Stromschlag mit 240 Volt wird angewendet um den Pelz dabei nicht zu beschädigen.

Fakten & Zahlen

Weltweit werden jedes Jahr etwa 30 Millionen Nerze, 5 Millionen Füchse, sowie Chinchillas, Waschbären, Wiesel, Hermeline und andere Tiere in Pelzfarmen getötet. In Kanada, USA und Russland werden Millionen Tiere sogar noch mit Fallen gefangen.

Ihre Meinung zählt! Helfen Sie mit!

Direkt nach der Wintersaison, also momentan, wird in den Modehäuser die Kollektion für die nächste Saison bestellt. In den Filialen von Cobra, Sisley, Gore-Tex, Hämmerle, Johann Strauß, Jones und Kleider Bauer wurden in diesem Winter noch Produkte mit Tierpelz verkauft. Wir haben die Geschäftsleitung über das Tierleid, das damit verbunden ist, aufmerksam gemacht und hoffen, dass diese Unternehmen ein Herz für Tiere zeigen und aus dem Pelzhandel aussteigen.

Mit einem Ausstieg wären sie in guter Gesellschaft: In den letzten Jahren entschieden sich Modehäuser wie Adler, C&A, Peek & Cloppenburg oder Turek gegen Tierleid im Sortiment!
Nicht zuletzt aufgrund der Kund/innenWünsche!

Auch Sie als bewusste Konsumentin oder umsichtiger Konsument können einen wertvollen Beitrag leisten, dass immer mehr Textilketten pelzfrei werden!
Teilen Sie der Geschäftsleitung Ihre Meinung als Kund/in mit, protestieren Sie gegen deren Pelzverkauf!

Schreiben Sie Mails, um auf diese Tierqual aufmerksam zu machen, denn es wäre so einfach auf Echtpelz zu verzichten oder diesen durch Kunstpelz zu ersetzen!

Nachtrag von Adlerauge: Auf der Homepage des Vereins gegen Tierfabriken finden Sie Links mit den eMail-Adressen von Unternehmen, die noch Echtpelz verkaufen, und es gibt dort auch eine Liste pelzfreier Modehäuser.

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