Appell des Deutschen Tierschutzbundes: Kein Pelz unterm Weihnachtsbaum

Kennzeichnungspflicht für Echtfelle gefordert

Auch in diesem Winter und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft werden in den Modegeschäften wieder Kleidung und Accessoires aus Echtpelz angepriesen. Dabei sind Pelze Produkte, die mit Tierquälerei erzeugt werden. Der Deutsche Tierschutzbund in Bonn appelliert deshalb an die Verbraucher, zum Weihnachtsfest keinen Pelz zu verschenken. „Jeder der sich mit Pelz kleidet, hat Blut an den Händen, egal ob Mann oder Frau. Und wer damit handelt, macht sich ebenso mitschuldig am millionenfachen Leid der Tiere“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Das gilt für den klassischen Mantel, aber auch für Applikationen, Schuhe, Handschuhe oder Taschen aus Pelz. Der Verband fordert zudem eine Kennzeichnungspflicht für Echtfelle, damit der Verbraucher diese erkennen kann, und auch, welches Tier samt Herkunft dahinter steckt.

EU-weit jährlich Tötung von 25 Millionen Tieren für Pelzwaren

Nerzfarm (Foto: PETA)

Recherchen des Deutschen Tierschutzbundes und der ihm angeschlossenen Tierschutzvereine ergaben, dass es deutschlandweit noch immer an die 30 Pelztierfarmen gibt. In diesen werden unter anderem ca. 330.000 Nerze in winzigen Drahtkäfigen gehalten, bevor sie im Alter von sechs bis sieben Monaten vergast werden. Aber auch Füchse, Chinchillas und Sumpfbiber müssen in strukturlosen Käfigen dahinvegetieren. Allein in der EU werden jährlich 25 Millionen Tiere zur Herstellung von Pelzwaren getötet. Für einen Pelzmantel sterben 40 bis 60 Nerze, 10 bis 20 Füchse oder Biber, 30 bis 50 Waschbären, sechs bis zehn Robben, 110 Eichhörnchen oder 130 bis 200 Chinchillas.

Brutale Jagd auf Pelztiere

Auch die Jagd auf Pelztiere ist brutal. Die Tiere verenden nach tagelanger Qual in Fallen; werden erschossen oder erschlagen. 2010 tritt deswegen das lang geforderte Handelsverbot mit Robbenfellen in der EU in Kraft. Ein zweiter Erfolg für den Tierschutz, nachdem schon der Handel mit Hunde- und Katzenfellen EU-weit seit dem 31.12.2008 untersagt ist.

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