Stress dezimiert den Koala

Tasso warnt: Dem Wappentier Australiens droht eine neue Gefahr

Koala
Foto: Aconcagua /wikepedia

Eukalyptusblätter-fressend und friedlich schlafend, so kennt man die niedlichen Koalas Australiens. Obwohl die Tiere kaum natürliche Feinde haben, sind sie jetzt stark bedroht. Und zwar von Stress. Durch Abholzung und vermehrte Eingriffe durch den Menschen in ihren Lebensraum kommen die bis zu 14 Kilogramm schweren Beuteltiere offensichtlich nicht mehr zur Ruhe. Der Stress schädigt das ohnehin schlechte Immunsystem der Koalas derart, dass sie extrem anfällig für Clamydien-Infektionen sind. Die Infektion schädigt die Augen und Atemwege, kann zur Erblindung, Unfruchtbarkeit und sogar zum Tod der Tiere führen. Mehr als jeder zweite Koala stirbt schon an dieser Krankheit.

Tierschützer, so berichtet die Tierschutzorganisation Tasso,  warnen schon lange vor dem drastischen Rückgang der Koala-Population und befürchten, dass es in 30 Jahren keine Koalas mehr geben könnte. Innerhalb der letzten sechs Jahre habe sich der Bestand bereits auf 43.000 Exemplare halbiert, so die australische Koala-Stiftung. Im Augenblick wird diskutiert, die Tiere in die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten aufzunehmen.

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