Tierschützer fordern Buchmesse ohne Tierquälerei

Frankfurter Buchmesse soll 2010 Stopfleber in der Gourmet-Gallery verbieten

Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. forderte diese Woche die Veranstalter der Frankfurter Buchmesse dazu auf, 2010 den Stopfleber-Verkauf im Messerestaurant „Gourmet-Gallery“ zu verbieten. Empörte Besucher der diesjährigen Messe hatten sich zuvor bei PETA gemeldet und auf den Missstand hingewiesen. Die Produktion von Stopfleber (Foie gras) ist aufgrund der tierquälerischen Herstellungsweise in 16 Ländern, darunter auch Deutschland und 13 weitere EU-Mitgliedstaaten, verboten.

„Die Frankfurter Buchmesse ist eine internationale Messe. Unfassbar, das den Gästen hier eine international verbotene Grausamkeit serviert wird!“, kritisiert Dr. Tanja Breining von PETA. Zu den Unterstützern der PETA-Kampagne gegen Stopfleber zählt neben Sir Roger Moore auch die Autorin Charlotte Link, die sicher nicht begeistert wäre, zu erfahren, dass auf der Buchmesse Foie gras angeboten wird.

Weibliche Küken kommen lebend in den Schredder

Für die Foie gras Produktion werden nur Erpel verwendet, da diese die größere Leber ausbilden. Jährlich werden alleine in Frankreich mehr als 30 Millionen weiblicher Küken direkt nach der Geburt am Fließband aussortiert und lebend in den Schredder geworfen. Mit einem langen Rohr, das den Vögeln gewaltsam durch die Speiseröhre in den Magen gestoßen wird, werden Enten und Gänse mehrmals täglich gestopft, so dass die Leber in zwölf Tagen auf das bis zu 10-fache ihres normalen Gewichts anwächst – auf den Menschen übertragen würde die Leber 20 Kilogramm wiegen. Atemnot, Halsverletzungen, Knochenbrüche, Leberzirrhose, Herzversagen, Nierenversagen und Leberblutungen sind die Folge. Würden die Tiere nicht geschlachtet werden, würden sie an den Nebenwirkungen sterben, sehr viele sterben ohnehin während der Stopfperiode. Deutschlandweit strichen Sternerestaurants wie Brenners Parkhotel in Baden-Baden und das Adlon Kempinski in Berlin Foie gras von der Karte. PETA hofft auf eine schnelle Reaktion der Messeveranstalter, damit die Gäste Frankfurts Buchmesse nächstes Jahr ohne Tierquälerei genießen können.

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