Gefährliche Pferdestunts bei „Ben Hur Live“

PETA kritisiert mangelnde Transparenz bei den Tierdressuren

Am Freitag macht die spektakuläre Pferdeshow „Ben Hur Live“ in der Hamburger Color Line Arena Station. Um Kritiker bereits im Vorfeld von den tierschutzgerechten Haltungs-, Trainings- und Transportbedingungen der über 100 auftretenden Tiere zu überzeugen, hat „Ben Hur Live“ der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. im Juni 2009 volle Transparenz zugesichert. PETA sollte unter anderem Videoaufnahmen der Proben erhalten – bis heute wurden diese jedoch nicht ausgehändigt. Zudem schließt die Tierrechtsorganisation angesichts des Highspeed-Wagenrennens mögliche Verletzungen der Tiere während der Live-Show nicht aus.

Kein freiwilliger Auftritt

Foto: PETA
Foto: PETA

„Es scheint darum zu gehen, die Pferde spektakulär zum Kassemachen einzusetzen“, meint Carola Schmitt, Zirkusexpertin von PETA. Im Gegensatz zu den menschlichen Darstellern treten die Pferde, Kamele, Esel, Hühner, Falken und Adler nicht freiwillig in der Show auf. Sie werden zum Auftritt gezwungen und enormem Stress ausgesetzt, leiden unter Gefangenschaft, häufigen Reisen, intensivem Training und der einem Rock-Konzert ähnlichen Atmosphäre beim Auftritt. Tierschützerin Schmitt ist sicher, dass „Ben Hur Live“ die Videoaufnahmen der Proben mit Absicht unter Verschluss hält. Versehentlich erhielt PETA eine interne E-Mail von Produzent Franz Abraham an seine verantwortlichen Mitarbeiter. Darin bestätigt Abraham, dass der Transport und die Unterbringung der Tiere auf Tour für die Tiere nicht artgerecht ist: „… auf Tour ist das doch niemals ideal so richtig.“ Bei der Weltpremiere in Londons O2-Arena protestierten letzten Donnerstag PETA Europe-Aktivisten gegen die tierschutzrelevanten Probleme der Show.

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