Neue Enthüllungen im „Bio-Eier“-Skandal Hennenberg

PETA Deutschland e. V. veröffentlichte heute auf einer Pressekonferenz im Wuppertaler IC-Hotel neues Material im „Bio-Eier“-Skandal rund um den Velberter „Bio-Hühnerpark Hennenberg“. Die Agrarindustriellen Richard und Andreas Hennenberg halten derzeit ca. 700.000 Legehennen auf ihren Höfen in Velbert, Simmershausen, Gorleben und Hattingen. Die Eier werden bundesweit als „Bio-Eier“ oder auch Freilaufeier verkauft – sind es aber laut PETA nicht. Deutlich wird dies in den neuen Undercover-Aufnahmen der Tierrechtsorganisation sowie den Behördendokumenten. PETA kritisierte heute besonders stark die zweifelhafte Rolle der Bio-Zertifizierungsstellen und der Behörden.

Zahlreiche weitere neue Verdachtsmomente

Foto: PeTA
Foto: PeTA

Was sich die hier beteiligten Behörden erlaubt haben, grenzt an strafbare Amtspflichtverletzungen in Größenordnungen“, so PETA-Agrarexperte Dr. Edmund Haferbeck. PETA erstattete bereits im Juli 2009 Strafanzeige gegen den Biohof und das beteiligte Zertifizierungsbüro IMO bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal, weil nach PETA-Recherchen Hennenberg im Verdacht steht, seit zwei Jahren die EU-Öko-Vorgaben bezüglich der Freilaufflächen für die Hennen zu missachten. Nach Auswertung von behördlichen Dokumenten komme mittlerweile eine ganze Phalanx weiterer Verdachtsmomente hinzu, so Dr. Haferbeck. Zumal ein Whistleblower seine Erkenntnisse offenbart hat, der nun der Staatsanwaltschaft Wuppertal in einer weitergehenden Strafanzeige als Zeuge benannt wurde. PETA erweiterte heute die Strafanzeige gegen Hennenberg um den Verdacht des Betreibens illegaler Anlagen gem. §327 StGB, Unterlassung von Diensthandlungen der zuständigen Behörden und ersichtliche Falschgenehmigungen, weitere Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen für Bio- und Freilandhaltung sowie gegen das Tierschutzgesetz, Tricksereien bei der Dung-Entsorgung.

Kontrollmechanismen nicht ausreichend

„Weder die Kontrollmechanismen der Branchen selbst, noch die hoheitlich staatliche Kontrolle reichen aus, um hier dem Verbraucherschutz Genüge zu tun. Die kriminelle Energie, mit der in der Tier(aus)nutzungsbranche gearbeitet wird, ist kaum mehr beherrschbar!“, warnt Dr. Haferbeck abschließend.

Weitergehende Informationen zum Thema finden sich auf der Homepage von Peta.de.

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